FDP: Keinen Abschluss ohne Anschluss – Mittelschule eine Chance geben

10. März 2010



München, 10.03.2010 (rf). Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Renate Will, MdL (Baldham), hat die Kritik der SPD an der neuen bayerischen Mittelschule als „unsachlich und ohne Schlagkraft“ zurückgewiesen.

Will favorisiert nach wie vor das Kooperationsmodell von Realschule und Hauptschule unter einem Dach, aber dies reiche in der Fläche oftmals nicht aus. „Wir unterstützen die bayerische Mittelschule, damit wir, wie es unser Anspruch ist, jeder Schülerin und jedem Schüler wohnortnah und flächendeckend einen Mittleren Schulabschluss anbieten können“, führte die Abgeordnete aus.

„Es ist das Verdienst der FDP, dass die Mittelschule ein Konzept geworden ist, das nicht von oben übergestülpt wurde. Alle Beteiligten der Schulfamilie werden vor Ort in Dialogforen mitgenommen. Auch die finanziellen Sorgen der Kommunen nehmen wir ernst. Wir haben auch dafür gesorgt, dass das Niveau des Abschlusses in den Fächern Deutsch, Mathe und Englisch den Standard erfüllt, der bundesweit für den Mittleren Schulabschluss gilt. Uns war wichtig, dass mit der Umwandlung vieler Hauptschulen zu Mittelschulen die Chance gegeben ist, auch kleine Hauptschulstandorte zu erhalten“, betonte Will.

Die bildungspolitische Sprecherin der Liberalen gab aber kritisch zu bedenken, dass man nun genau beobachten müsse, wie sich das Übertrittsverhalten in Abhängigkeit mit den demographischen Faktoren entwickeln würde. „Für uns Liberale steht fest, dass wir passgenaue Angebote als Alternative zu Gymnasium und Realschule bereitstellen müssen. Unser Ziel ist eine Mittelschule wie beispielsweise in Sachsen, die sowohl eine qualifizierte Ausbildungsreife als auch einen echten Realschulabschluss bietet. Nur so können motivierte Schülerinnen und Schüler mit einer breiten Allgemeinbildung nahtlos den Weg an die Fachoberschule nehmen und es wird endlich wahr, dass es keinen Abschluss ohne Anschluss gibt“, so Will abschließend.

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