Renate Will: Qualitätsoffensive anstatt Strukturdebatte
19. Juli 2010

München, 19.07.2010 (rf). Bayerns Schulen brauchen nach Ansicht der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Renate Will, MdL (Baldham) „eine Qualitätsoffensive und ganz sicher keine Strukturdebatte.“ Entscheidend für die qualitätsorientierte Weiterentwicklung im Schulwesen sei nach Meinung der Liberalen die Einbeziehung der gesamten Schulfamilie. „Wir dürfen Reformen nicht von oben verordnen, ansonsten sind sie zum Scheitern verurteilt, wie wir in Hamburg gesehen haben.“
„In Bayern sind wir bereits auf dem richtigen Weg zu mehr Chancengerechtigkeit“, sagte Renate Will. Mit dem Modellversuch der flexiblen Grundschule könne jedes Kind sein individuelles Lerntempo selbst finden. Dieser Modellversuch müsse möglichst schnell flächendeckend angeboten werden. Durch das neue Übertrittsverfahren sei der Leistungsdruck in der vierten Klasse deutlich gesunken. Weiterhin biete die sogenannte Gelenkklasse eine zweite Chance für den aufsteigenden Übertritt an eine Realschule oder ein Gymnasium. „Im Mittelpunkt aller Überlegungen über die Zukunft der Schule muss es in erster Linie immer vorrangig um Qualität gehen“, so Will abschließend.

